ist wohl das Schaf; seit über 8000 Jahren vor Christus soll es die Menschen mit Wolle, Milch, Käse und Fleisch versorgen. So richtig nah ist es uns aber nicht gekommen (das sog. dumme Schaf, das es sowenig wie eine dumme Kuh oder ein dummes Schwein gibt), was aber sicher auch daran liegt, das es sich wenig für eine Haltung in der Wohnung eignet – anders als Hund oder Katze.

Dafür haben sich die Schafe aber weitgehend ihre angestammte Lebensform erhalten; Schafe in industrieller Haltung, wie bei Schweinen oder Kühen, ist mir zumindest nicht bekannt. Sie sind bei Wind und Wetter draußen und leben von dem, was ihnen vor die Schnauze kommt.
Ihr eigentlich wertvollstes Gut, die Wolle, wird von uns verschmäht, zu Dünger oder Isoliermaterial beim Hausbau verbraucht, anstatt zu hochwertiger Kleidung, wie das früher mal üblich war. Einige wenige Enthusiasten versuchen, Kleidung aus Schafwolle wieder in das Bewusstsein der Menschen zu bringen (ich spreche jetzt nicht von den Lambswool-Pullovern in bestimmten Handelseinrichtungen, die oft ihren selbst geringen Preis nicht wert waren und wahrscheinlich sogar zum Niedergang der Wollkleidung beitrugen). Ein schwieriges Unterfangen, aber es gibt sehr schöne, praktische, modische und vor allem auch langlebige Wollkleidung. Ihre Langlebigkeit relativiert auch den Preis.

Das Foto, aufgenommen bei mir zu Hause „um die Ecke“, zeigt (wenn ich nicht ganz falsch liege) Rauwollige Pommernschafe, weit weg von ihrer angestammten Heimat Pommern. Sie leben aber schon einige Jahre hier auf knapp 350m Höhe, im Freien auch während der Winterzeit, sofern der Winter nicht allzu streng und schneereich ist.